01.03.2018 -  Vernissage mit Gabriele Möller-Kuhlmann und Hans Drinda

Die Räume der Ingenieurgruppe Bauen in Karlsruhe verwandeln sich in ein Museum auf Zeit.

Zum ersten Mal präsentieren sich mit Gabriele Möller-Kuhlmann und Hans Drinda zwei Künstlerpersönlichkeiten gleichzeitig bei der Ingenieurgruppe Bauen. So unterschiedlich ihre Werke uns gegenübertreten, so viele Gemeinsamkeiten lassen sich gleichzeitig erkennen. Beide sind sie Quereinsteiger: Sie kam als promovierte Medizinerin und er als Bauingenieur jeweils erst nach einigen Berufsjahren in ihren angestammten Feldern zur Kunst. Gemeinsam ist beiden ebenfalls ihre Neugierde, Experimentierfreude und die Suche nach neuen künstlerischen Ausdrucksformen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt und dem freien Spiel der Assoziationen sind Tür und Tor geöffnet.

Gabriele Möller-Kuhlmann hatte ihren Fokus zunächst auf Malerei ausgerichtet, verlegte ihren Schwerpunkt aber zunehmend in Richtung Holzbildhauerei. Diese beiden Bereiche inspirieren sich gegenseitig, insbesondere wenn sie gleichzeitig an Bildern und Skulpturen arbeitet. In diesem „produktivem Chaos" löst sie sich bewusst von eindeutigen Zuordnungen und spielt mit gattungsübergreifenden Elementen. Auch beim Material lässt sie sich nicht einschränken und verbindet das Holz mit Flacheisen oder Polyesterglas.

Hans Drindas Ausgangspunkt sind immer eigene Fotografien, die der begeisterte Naturfreund auf seinen Reisen in der Region, den Alpen, auf Madeira und Island eingefangen hat. So könnte der Titel seiner Ausstellungen „Natur trifft Kunst" auch heißen „Fotografie trifft Malerei". Er platziert seine Fotos auf der leeren Leinwand, die sodann den Anlass für den Prozess des Malens bieten. Dieser Prozess ist dann erst einmal ergebnisoffen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Drinda greift die Farbtöne der Vorlage auf und entwickelt aus diesen mit Acryl- und Pigmentfarbmischungen eine eigene Farbenlandschaft. Das Hinzufügen von Sand erweitert die haptische Dimension und deutet verborgene Schichten an.