19. Mai 2022

Allgemein

Leistungswettbewerb statt Preiskampf

Der VBI (Verband Beratender Ingenieure) und BDA (Bund deutscher Architektinnen und Architekten) fordern in der Heidelberger Erklärung eine Überarbeitung der bisherigen Vergabepraxis am Bau. Die Erklärung wurde gemeinsam auf einer Vorstandssitzung in Heidelberg beschlossen.

Die hohen Anforderungen an die Energiewende, Verkehrswende, den Wohnungsbau und Brückensanierung sind nicht mit der Suche nach dem billigsten Anbieter vereinbar. Deshalb fordert man die Umsetzung des gesetzlich verankerten Vorrang des Leistungswettbewerbs. Entscheidend müsse vielmehr „die Aufstellung und Beurteilung von Qualitätskriterien“ sein.

Der Monitoring-Bericht zur Anwendung des Vergaberechts 2021 der Bundesregierung zeigt, dass sich immer weniger Unternehmen an den Vergabeverfahren der öffentlichen Hand beteiligen. Grund hierfür sei laut VBI „der immer weiter um sich greifende Preiswettbewerb“.

VBI und BDA fordern:

  • Vergabe von Planungsleistungen im Leistungswettbewerb bei max. 20 Prozent Preiswertung
  • Vereinfachung der Referenzregelungen
  • Keine Vergabe an Generalübernehmer
  • Verpflichtung öffentlicher Auftraggeber zur Anwendung des Vergaberechts
  • Widerstand gegen Dumpingforderungen bei Honoraren

Die IngenieurGruppe Bauen unterstützt die Erklärung in allen Punkten.

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